Schulen für Olweus Programm gesucht...

Olweus Präventionsprogramm  gegen Mobbing und antisoziales Verhalten: Weitere Plätze frei zum Schuljahr 2018/19

Im Rahmen des Aktionsprogramms „Psychische Gesundheit von Jugendlichen“ fördert die Baden-Württemberg Stiftung die Evaluation des Olweus-Mobbingpräventionsprogramms durch die Universitätsklinik Heidelberg. Das norwegische Programm, das international bereits erfolgreich eingesetzt wird, zeigt auch in Baden-Württemberg erste Erfolge. Interessierte weiterführende Schulen können sich nun zum Schuljahr 2018/19 bewerben.

Mobbing in der Schule ist ein weit verbreitetes und ernstzunehmendes Problem. Laut der aktuellen PISA-Studie sind in Deutschland 16 % der befragten 15jährigen als Opfer von Mobbing betroffen. In den jüngeren Jahrgängen sollte diese Zahl entsprechend der wissenschaftlichen Fachliteratur noch höher liegen, da die höchsten Mobbingraten in den Klassenstufen 5 - 8 zu verzeichnen sind. Die Folgen von Mobbing sind gravierend und reichen z. T. bis ins Erwachsenenalter. Besonders die Opfer zeigen deutlich erhöhte Risiken für psychische Störungen (Depressionen, Ängste, Selbstverletzung, Suizidalität, somatische Beschwerden etc.) sowie schlechtere schulische Leistungen.

Im Rahmen des Aktionsprogramms „Psychische Gesundheit von Jugendlichen“ fördert die Baden-Württemberg Stiftung daher die Evaluation des Olweus-Mobbingpräventionsprogramms durch die Universitätsklinik Heidelberg. Dafür werden insgesamt 610.000 € zur Verfügung gestellt. Die Schulen erhalten umfangreiche Trainings und Materialien und werden von einem sogenannten Olweus-Coach während der 18-monatigen schrittweisen Implementierung begleitet. Das Programm richtet sich vor allem an die Lehrkräfte, die sich regelmäßig in Kleingruppen die Thematik erarbeiten. Aber auch die Schüler werden in Form von Klassengesprächen eingebunden sowie im Einzelfall Gespräche  mit Betroffenen und deren Eltern geführt. Eine jährlich durchgeführte Schülerbefragung  ermöglicht eine direkte Erfolgskontrolle.

Das Programm, das international bereits erfolgreich eingesetzt wird, zeigt auch in Baden-Württemberg erste Erfolge. 2015 gestartet, umfasst das Programm aktuell 22 weiterführende Schulen. Die erhobenen Daten von knapp 6000 Schülern (erster Messzeitpunkt vor Beginn des Programms, zweiter Messzeitpunkt ein Jahr später) zeigen eine deutliche Reduktion von Mobbing sowohl auf Opfer- als auch auf Täterseite. Erwartungsgemäß wird sich dieser Effekt im Folgejahr noch weiter ausbauen. Nun werden zum Schuljahr 2018/19 weitere Schulen aufgenommen. Wenn Sie das Olweus-Programm nach Durchsicht unserer Informationsmappe (www.klinikum.uni-heidelberg.de/Olweus unter Weiterführende Informationen zum Download) als grundsätzlich interessant und passend für Ihre Schule einschätzen, kommen wir gerne vorbei, um das Programm im Leitungs- oder Präventionsteam und anschließend auf einer Gesamtlehrerkonferenz vorzustellen. Interessenten wenden sich bitte an die Studienkoordinatorinnen des Olweus-Teams, Vanessa Jantzer und Fanny Ossa, unter

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Telefon: 06221 56-39954

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